Team Nordwind

BalticSeaCircle 2019  Wir sind dabei!

Aktuelles


8. April: Der Umstand mit den Behörden

Projekt Internationaler Führerschein. Während Daniela das Ziel der Beantragung eines internationalen Führerscheins bereits erreicht hat, und ich meine Alex kurz vor der Ziellinie zu sein scheint, ist es bei mir leider etwas komplizierter. Ich scheine den Sprung in die heutige Zeit verpasst zu haben, besitze ich noch diesen alten rosa Lappen, der mir 1997 erstmalig ausgestellt wurde. 

Nun benötigen wir jedoch vor allem für unseren Abschnitt durch Russland einen internationalen Führerschein, und ich muss mich leider von diesem alten Lappen trennen. Klar, meine ersten freudigen Gedanken galten diesem miesen Foto von mir als gerade 18-jährig gewordenen Teenager, welches ich nun endlich aus meinen offiziellen Dokumenten verbannen kann. Andererseits, die Richtline eines biometrischen Passbild wird sich nicht wirklich als eine sehenswertere Alternative herausstellen. Hinzu kommt, dass entgegen meiner naiven Vorstellung der internationale Führerschein keine eigene Fahrerlaubnis darstellt, sondern lediglich als „Übersetzungshilfe“ gilt. So ist der Schritt zur Internationalität nur über einen europäischen Führerschein möglich. Einigermassen verständlich, die Ausstellung eines europäischen Kartenführerscheins und der Übersetzungshilfe ist nicht in einem Termin umsetzbar. Schließlich erobere ich mit dem neuen internationalen Führerschein die ganze Welt, da sollte man mehr Zeit einplanen. Ein weiteres wichtiges Problem, meinen Führerschein habe ich nicht in Hamburg erlangt sondern im Kreis Ludwigsburg. Es reicht nicht, dass ich meine Fahrtauglichkeit durch diesen alten Lappen ausweise, das Amt benötigt zusätzlich eine Karteiabschritt der ausstellenden Fahrerlaubnisbehörde. Zum Glück lässt sich in der heutigen Zeit dies alles elektronisch beantragen. 7 Emails später mit der Zusicherung aus Ludwigsburg, dass die Karteiabschrift auf dem Weg sei, konnte ich doch tatsächlich noch vor Ostern - zu einer wirklich unchristlichen Zeit- zwei Termine bei der Führerscheinstelle vereinbaren. So hoffe ich, nach diesem Behördenmarathon letztendlich ebenfalls ins Ziel zu kommen. 


5. April

Was haben wir geschafft (schließlich ist der Start gar nicht mal mehr sooo lange hin)?

* Daniela hat einen internationalen Führerschein

* Die Visa für Alex und Daniela sind beantragt (also der Brief mit den Unterlagen ist heute als Einschreiben weggegangen)

* Alex hat wohl ein Auto für uns :-) Mehr demnächst von ihm selbst...

* Alex testet fleißig mögliche Optionen auch in der wildesten Wildnis guten Kaffee brauen zu können (man muss ja Prioritäten setzen)

* Der Test-bestellte Team-Hoodie gefällt uns, nun folgen zwei weitere

* Auf unserem Spendenkonto haben wir  > 50% der Pflichtsumme verbuchen können! Trotzdem freuen wir uns über jede weitere Spende, egal wie klein oder groß! (Nutzt dazu fleißig den Button rechts)

1. April: Увидимся - Wir sehen uns

Daniela und ich haben uns zur Vorbereitung auf unsere Rallye vorgenommen, ein paar Brocken Russisch zu lernen. Es erscheint mir durchaus eine sinnvolle Idee, schließlich werden wir einen großen Teil der Strecke durch Russland fahren. Da wäre es doch hilfreich, wenigstens die Straßenschilder lesen zu können. Also ein 3-MonatsAbo Babbel abgeschlossen und los geht es mit den ersten Russisch Lektionen. Nach nur einer Woche bin ich bereits in der Lage, bestimmte Berufe wie Professor oder Taxifahrer in kyrillische Buchstaben zu übersetzen. Wie hilfreich mir diese neuen Kenntnisse für die Rallye sein werden, gilt es ab zu warten, aber Small Talk ist eh nicht meine Stärke. 

In der zweiten Woche merke ich jedoch langsam, dass es doch nicht so einfach ist, eine neue Schrift zu lernen. Das P ist ein R, ein N ist ein I, das H ist ein N und das F sieht aus wie ein Schmetterling. Hinzu kommen die Buchstaben, die gar keine wirkliche Buchstaben sind, sondern den vorherigen Buchstaben weich oder hart machen. Um mich noch mehr zu verwirren, tauchen im Alphabet kleine Häuser, Kringel und Zahlen auf. Manche bekannte Buchstaben werden einfach umgedreht oder gespiegelt. Wie soll ich diese Übersetzungsleistung beim Lesen eines Straßenschilds während der Fahrt des Auto hinbekommen?

Die Aussprache stellt mich vor eine weitere Herausforderung. Das rollende R müsste ich als gebürtiger Schwabe natürlich beherrschen, aber die Schsch, CHs, KCHs, alles aus der tiefen Kehle hervorgehustet, hören sich bei mir einfach nicht richtig an. Wenn mich selbst das Computerprogramm nicht mehr versteht, wird es wirklich Zeit die Lexionen mit etwas Vodka flüssiger zu gestalten. Hmm, irgendwie scheint das wirklich etwas zu helfen. Kultur und Sprache liegen eben nah beieinander. Ein russischer Trinkspruch, den ich aus meinen Studentenheimzeit behalten habe, bring es klar zum Ausdruck: Pod stolom Uvidimsya - Wir sehen uns unterm Tisch wieder. Insgeheim hoffe ich natürlich, dass Daniela in Sachen Russisch Lernen ein wenig erfolgreicher sein wird. 

17. März: Wie die Idee entstand und unsere ersten Schritte als namenloses Team…. 

Es ist nun schon ein bisschen her, da berichtete Daniela immer wieder aber auch nur häppchenweise von einer Rallye, von der sie gelesen und sogar an der Nachbarn von ihr teilgenommen hatten. Sie zählte die Route über Norwegen, Schweden, Lofoten bis zum Nordkap, Russland und das Baltikum auf. All das über Landstraßen in 16 Tage, ohne moderne Navigationsmittel, und mit einem Auto, welches mindestens 20 Jahre alt sein sollte. Plötzlich eröffnete sich eine WhatsApp Gruppe: Irgendwie wäre es doch cool… und eine Art Hilferuf:

Daniela

Ich hätte tatsächlich Lust an der Summer Edition der Rallye Baltic Sea Circle 2019 teilzunehmen. Nun fehlen mir Mitfahrer, Fahrzeug, Sponsoren, Helfer, Optimisten und fast alles!

„Nur“ einen lieben Onkel, der sich mit Autos auskennt und „meins“ vorher durchchecken würde und während der Rallye 24 h täglich telefonisch für Autosorgen erreichbar wäre, konnte ich schon engagieren. Nochmals Dank an den lieben Onkel!!!

Das genügte um Alexander und mich mit ins Team zu holen. Während Alex bereits Feuer und Flamme seine Qualitäten dem Team zu Verfügung stellte….

Alex: Ich kann

  • Fahrzeug suchen
  • Fahrzeug fahren
  • Hat Ideen für Sponsoren
  • Und ist durchaus optimistisch das zu schaffen

…überzeugte mich das Angebot einer Grillparty für unser erstes Treffen und Kennenlernen.

Danke Jan für die leckeren Steaks!

So kam es am Freitag, der 17. August 2018 zu unserem ersten Treffen und Beschnuppern bei Daniela in Rosenweide. Gesittet bei ein paar Gläsern Wein wurden die ersten große Pläne geschmiedet, Aufgaben verteilt und Namensvorschläge zum Besten gegeben.

 

Best of: Diese Namen haben es leider nicht zu näheren Teamauswahl geschafft

  • Alexa, bring mich zum Nordpol
  • Sofa on Tour
  • Oskars Dreamteam C*A*D*2019
  • Trolljäger, Reisetrolle, Naturgeister
  • Spätzle mit Labskaus
  • Team Nordlichter- leider vergeben 
  • Roadrunner³ - leider schon Team Baltic Roadrunner vorhanden 

Schließlich, zwar zunächst als Team ohne Namen geführt, wurde es ernst: 11. Oktober – wir waren nun wirklich angemeldet. 

Doch auch Rückschläge musste unser Team verkraften. So scheiterte unser Versuch ein Rallyeauto zu besorgen an einem Monate (Baujahr 1/01). Auch der fehlgeschlagene Versuch ein ehemaliges Rallyeauto zu Leasen musste unser Team verkraften. Es gelangen uns jedoch zum Jahreswechsel auch kleine Forstschritte. So fanden wir nach einiger Zeit wie von selbst zu unserem Team-Namen. Dank Alex haben wir sogar ein eigenes Logo. (an dieser Stelle möchte ich noch kurz mein gescheiterten Logoentwurf erwähnen und würdigen, bis er letztlich doch den Weg in den Papiermüll findet). 

Auch unsere Internetseite hat dank Alex dieses Wochenende den Weg in die digitale Datenwelt gefunden.

Aktuell sind wir sehr zuversichtlich, was die Autofrage betrifft: hat doch Daniela ein neues altes Auto im Visier…Und da die drei Monatsgrenze zum Startschuss schon überschritten ist, würde ich sogar so kühn sein zu behaupten: es gibt keinen Weg mehr zurück.